Das Jahr 2012
Bericht über den "Tag der sauberen Gewässer" am 17.03.2012
Dem Bezirksfischerei-Verein Kulmbach von 1896 e. V. sind tierschutz- und fischwaidgerechtes Angeln sowie Umwelt- und Naturschutz eine seiner wichtigsten Aufgaben, wie auch in der Vereinssatzung zu lesen ist. Diesem wird in Bezug auf Umwelt- und Naturschutz u. a. dadurch Rechnung getragen, dass alljährlich durch die Vereinsmitglieder eine sogenannte "Gewässerreinigung" stattfindet.
Annähernd 50 Petrijünger, darunter zahlreiche Jugendliche, trafen sich am Samstag, 17.03.2012 um 13.00 Uhr am Fischerheim "Mainauen", um in kleinen Gruppen die Uferstreifen der Vereinsgewässer zu durchstreifen um Unrat aufzusammeln. Am Main und seinen Zuflüssen Roter und Weißer Main, den Baggerseen Mainauen (Kieswäsch), Oberauhof (Schindhelmsweiher), Krebsweiher und den Baggerseen in Waldau, begegnete man den ganzen Nachmittag über den fleißigen Helfern, die mit Spießen und Zangen "bewaffnet" waren und mit großen blauen Müllsäcken ausgerüstet die Uferstreifen "reinigten". Die Hinterlassenschaften unserer Wegwerfgesellschaft wie Autoreifen, leere Getränkekästen, Dosen, Flaschen und anderer Sachen wurden eingesammelt.
Jugendleiter Martin Schmidt zeigte sich hoch zufrieden mit seinen 14 Jungs, unter ihnen der 8-jährige Niklas Pühlhorn als jüngster Teilnehmer, welche mit Feuereifer bei der Sache waren. Bereits das zweite Mal war der 11-jährige Max Rabe aus Mainleus als eifriger Helfer dabei der meinte, eine coole Sache. Der 14-jährige Torsten Zimmer der erstmals mitmachte meinte, es war nicht so schlimm, wie ich gedacht habe, nächstes Jahr bin ich wieder mit dabei.
Vorsitzender Oliver Pühlhorn stellte ebenfalls fest, dass nicht so viel Müll wie in den vergangenen Jahren herumlag.
Organisiert wurde die ganze Aktion vom "Hüter der Gewässer" dem Gewässerwart Gerd Suske. Bei ihm, aber auch bei allen Helfern bedankte sich der Vorsitzende Oliver Pühlhorn:
"Ich danke euch für euere Mithilfe, ihr habt etwas für die Natur und unsere Gewässer getan."
Besonderer Dank gilt der Firma Veolia, die kostenlos zwei Abfallcontainer bereitgestellt hatte und dem Landkreis Kulmbach für die kostenlose Abnahme des Mülls.
Im Anschluss an die Reinigungsaktion gab es für alle Helfer eine warme Mahlzeit im Fischerheim "Mainauen".

Das Bild zeigt einige fleißige Helfer bei der Entsorgung der Müllsäcke in die bereitgestellten Container der Fa. Veolia.
(von links: Torsten Zimmer, Max Rabe, Jugendleiter Martin Schmidt, Florian Grziwa und im Auto Wolfgang Böhner, der mit seinem "Gespann" neben anderen Personen die Anlieferung der Müllsäcke durchführte).
Bericht über die Jahreshauptversammlung
am 06.01.2012
In diesem Jahr, so 1. Vorsitzender Oliver Pühlhorn bei der diesjährigen Mitgliederversammlung des Bezirkfischei-Vereins Kulmbach im Mönchhofsbräuhaus, wollen wir unser besonderes Augenmerk auf die Jugendarbeit legen, zumal unser Jugendleiter Martin Schmidt hervorragende Arbeit leistet. Der wie er in seinem Bericht unter anderem sagte, sich über die Teilnahme weiterer Jugendlicher freue. Dem Antrag des Vorstandes, die Aufnahmegebühr für die Fischerjugend auf 25 € zu halbieren, stimmten die anwesenden 137 Mitglieder einstimmig zu. Ein weiterer Antrag, die Aufnahmegebühr für die Teilnehmer des Vorbereitungskurses auf 50 € statt 100 € festzusetzen, wenn diese im ersten Halbjahr nach der Prüfung einen Aufnahmeantrag beim Verein stellen, wurde bei vier Gegenstimmen ebenfalls statt gegeben. Leider, so Vorsitzender Pühlhorn in seinem Geschäftsbericht, musste sich der Vorstand wieder mit einigen Verstößen gegen die Gewässerordnung befassen. Mitte Oktober wurde ein Mitglied in Waldau beim Karpfenfischen ertappt der als Entschuldigung meinte, nicht gewusst zu haben, dass die Karpfen im Oktober nicht beangelt werden dürfen. Der Verstoß wurde satzungsgemäß geahndet. Im Stadtwasser wurde ein Schwarzfischer erwischt, ebenso wie ein Gastfischer der im Vereinigten Main ohne Erlaubnisschein den Fischfang ausübte. Beide Fälle liegen nun zur Entscheidung bei der Staatsanwaltschaft. Gravierend ist ein Fall bei dem ein Mitglied mitteilte, dass es beim Angeln bei der Insel im Baggersee Mainauen eine Legeschnur mit 8 oder 10 Anbissstellen die alle mit lebenden Rotaugen bestückt waren, an Land gezogen habe. Weiterhin zog er in der Nähe ein Stellnetz mit einer Größe von 1,50 m x 1,50 m ans Ufer. Die Legeschnur und das Stellnetz lagen ca. 30 m von der Insel entfernt auf dem Grund des Sees und waren mittels Rutenständer und einem Stecken am Ufer angebunden. Diese Gerätschaften müssen mittels Boot ausgebracht worden sein. Bei der Polizei wurde Anzeige gegen Unbekannt wegen Fischwilderei und Verstoß gegen das Tierschutzgesetz erstattet. In diesem Zusammenhang weise ich nochmals eindringlich auf die gesetzlichen Bestimmungen des Bayerischen Fischereigesetzes (BayFiG) und dessen Ausführungsverordnung (AVBayFiG), die Bezirksfischereiverordnung (BezFi-V) und unsere Gewässerordnung hin, die jeder Fischer kennen muss. Wer gegen fischereirechtliche Bestimmungen verstößt muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Fischfang ohne Erlaubnisschein ist eine Straftat nach § 293 StGB und wird entsprechend geahndet mahnte Pühlhorn eindringlich. Im letzten Jahr wurde ein Gesamtbesatz an Fischen im Wert von 35.242,59 € getätigt. Für den Gewässerunterhalt sind die Kosten angestiegen. Im Vereinsheim mussten vier Heizungen ausgetauscht werden, Kosten ca. 3.000 €. Der am Ostufer angelegte Parkplatz, für den Parkerlaubnisscheine benötigt werden, verschlang Kosten in Höhe von ca. 6.000 €. Im Frühjahr steht der Anstrich des Fischerheimes und des Funktionsgebäudes an. All dies sagte Pühlhorn, hat den Vorstand veranlasst die Gebühr für die Jahreskarten von 130 € auf 140 € zu erhöhen, wofür er um Verständnis bitte. Sowohl im Jahr 2011 wie auch für 2012 standen beziehungsweise stehen zahlreiche Gewässerunterhaltungsmaßnahmen an. In diesem Jahr wird sich der Verein dem Schwarzacher Loch widmen wobei vor allem die in das Gewässer gefallenen Bäume entfernt werden sollen. Erstmals fand im Juli in Waldau ein vereinsinternes Fischerfest statt, wofür den Organisatoren großes Lob und Dank gebühre. Dieses soll in diesem Jahr wiederholt werden, wobei man sich mehr Zuspruch der Angler wünsche. An der Fischerprüfung nahmen 45 Personen teil, wobei wie bei den bewährten Referenten des Vereins nicht anders zu erwarten, nur eine geringe Durchfallquote zu verzeichnen war stellte der Vorsitzende fest. Insgesamt sind wir mit dem abgelaufenen Fischerjahr zufrieden und können zuversichtlich in die Zukunft blicken, verbunden mit einem „Petri Heil“ meine lieben Fischerfreunde, rief er zum Abschluss seines Berichtes aus. In gewohnter sachlicher Weise wurden die übrigen Berichte vorgetragen, welche von den Versammlungsteilnehmern allesamt positiv zur Kenntnis genommen wurden. Seit 50 Jahren ist Dietmar Kummer Mitglied beim Bezirksfischerei-Verein, neben Urkunde und Ehrennadel wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. (Leider musste er die Veranstaltung vorzeitig verlassen.) Auf 40 jährige Mitgliedschaft kann Manfred Popp zurückblicken. Für 25 jährige Mitgliedschaft geehrt wurden die anwesenden Roland Gebhardt, Günter Müller und Walter Stopfkuchen. Sie erhielten ebenfalls eine Urkunde und Ehrennadel. Manfred Popp erzählt, durch einen Arbeitskollegen kam ich zum Angeln. Im Saal der Gastwirtschaft Geuther legte ich meine Prüfung mit Erfolg ab und wurde vom damaligen Vorsitzenden Hans Lehnert mit allen Ehren aufgenommen. Mit meiner neu gekauften Angelausrüstung marschierte ich zum Waldauer Angelgewässer, wo ich an Himmelfahrt als erstem Fang mit einem Aal ordentlich zu kämpfen hatte, bevor ich diese Beute stolz nach Hause trug. Es waren schöne Anglerjahre welche mir vor allem viel Entspannung und Freude an der Natur bescherten.

Von links: Roland Gebhardt, Günter Müller, das neue Ehrenmitglied Dietmar Kummer, 1. Vorsitzender Oliver Pühlhorn,
Walter Stopfkuchen, Manfred Popp.